Zum Inhalt der Seite
HipHop

Es war einmal in Australien

Vor neun Jahren erschien ein Album der stilprägenden New Yorker Rapgruppe Wu-Tang Clan, das die Welt bis heute nicht gehört hat: Als Statement für den Wert der Musik wurde »Once Upon a Time in Shaolin« nur ein einziges Mal auf CD gepresst, die Masterbänder gelöscht. Nun soll es im Juni das erste Mal für ein größeres Publikum zu hören sein. Das australische Museum of Old and New Art in Tasmanien hat die Band überzeugt, einen »kuratierten« 30minütigen Mix der Aufnahmen kostenlos vorspielen zu dürfen. Das über sechs Jahre heimlich produzierte Album war 2014 fertiggestellt worden, im Jahr darauf erwarb der Pharmaunternehmer Martin Shkreli die einzige Kopie für zwei Millionen US-Dollar und hält sie seitdem unter Verschluss. Vertraglich wurde festgelegt, dass das Album 88 Jahre lang nicht für kommerzielle Zwecke genutzt werden darf. Nach noch immer nicht verifizierten Meldungen soll es aber Mitgliedern des Clans sowie dem Schauspieler Bill Murray erlaubt sein, straffrei zu versuchen, die Kopie zu stehlen. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.05.2024, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!