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Schweißkultur

Mobile Frontsauna

Beim Saunadebattenfestival »Naked Truth« haben am Freitag und Samstag In der Europäischen Kulturhauptstadt Tartu Hunderte Menschen in insgesamt elf verschiedenen mobilen Schwitzbädern miteinander den konstruktiven Dialog praktiziert. Die Saunagänger konnten dabei an moderierten Gesprächen zu drei Themen teilnehmen: Tradition, grüne Lebensweise und Frieden.

»Die Grundidee besteht darin, dem Rest der Gesellschaft zu zeigen, dass wir mit Hassreden, der Polarisierung in den Medien und der toxischen Gesprächskultur klarkommen, wenn wir uns daran erinnern, wie wir uns in der Sauna verhalten«, sagte die Organisatorin Hannele Valkeeniemi vom Finnischen Institut in Estland der dpa in Tartu.

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Schwitzen konnte man bei dem Festival auch in einer mobilen Frontsauna, von der mehrere Exemplare bereits an die ukrainische Armee übergeben worden sind. Damit sollen die Abwehrkräfte der Soldaten an der Front gestärkt werden. Die Anlage wurde in gemeinsamer Initiative von Hilfsorganisationen, der estnischen Freiwilligenarmee und einem Saunahersteller entwickelt. Das Sauna­debattenfestival galt als einer der Höhepunkte des Europäischen Kulturhauptstadtjahres in Tartu, das unter dem Motto »Arts of survival« steht. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.05.2024, Seite 11, Feuilleton

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