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Gerichtserfolg für Bayer in den USA

Washington. Ein Berufungsgericht in den USA hat am Mittwoch (Ortszeit) ein Urteil gegen Bayer aufgehoben. Der Leverkusener Pharma- und Agrarkonzern war im Jahr 2021 zur Zahlung von gut 185 Millionen US-Dollar Schadenersatz wegen Rückständen von polychlorierten Biphenylen (PCB) in einer Schule bei Seattle verurteilt worden. Das Urteil bezog sich auf die PCB-Produktion durch den Monsanto-Konzern, den Bayer 2018 übernommen hatte. Der Berufungsrichter befand, dass Gesetze des Bundesstaates Missouri nicht korrekt angewandt worden seien. PCB wurde 1979 durch die US-Regierung verboten. Bayer sieht sich etwa 200 ähnlichen Klagen der Schule gegenüber, bei denen einzelnen Klägern Schadenersatz in Höhe von bis 1,7 Milliarden Dollar zugesprochen wurden. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.05.2024, Seite 9, Kapital & Arbeit

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