Zum Inhalt der Seite

EU-Parlament beschließt neue Schuldenregeln

Strasbourg. Das EU-Parlament hat am Dienstag neue Schuldenregeln beschlossen. Die Reform des sogenannten Stabilitäts- und Wachstumspakts sieht Mindestanforderungen für das Senken von Schuldenquoten vor, die je nach Lage einzelner Länder gelockert werden können. Länder mit einem Schuldenstand von über 90 Prozent sollen ihre Schuldenquote jährlich um einen Prozentpunkt senken müssen, Länder mit Schuldenständen zwischen 60 und 90 Prozent um 0,5 Prozentpunkte. Allerdings soll die EU-Kommission in einem Übergangszeitraum bei der Berechnung der Anpassungsanstrengungen den Anstieg der Zinszahlungen berücksichtigen können. Sofern Mitgliedstaaten »glaubhafte Reform- und Investitionspläne« vorlegen, kann der Zeitraum zur Schuldenverringerung verlängert werden. Bei Verstößen sollen Defizitverfahren eingeleitet werden. Laut einer Studie des Europäischen Gewerkschaftsbunds wären bei Einhaltung dieser Regeln ab 2027 nur noch Dänemark, Schweden und Irland in der Lage, notwendige Ausgaben zu tätigen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 24.04.2024, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!