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Überlebende von Attentat verklagen MI5

Manchester. Mehr als 250 Überlebende des Terroranschlags auf ein Konzert der US-amerikanischen Sängerin Ariana Grande in Manchester am 22. Mai 2017 haben den britischen Inlandsgeheimdienst MI5 verklagt. Bei dem islamistisch motivierten Attentat waren 22 Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Eine Untersuchung ergab, dass der MI5 versäumt hatte, Maßnahmen zu ergreifen, um den Anschlag zu verhindern. Demnach hätten Geheimdienstinformationen dazu führen können, dass der Suizidattentäter zu dem Auto verfolgt wird, in dem er den Sprengstoff gelagert hatte. Es hatte sich herausgestellt, dass er zu einer Miliz in Libyen gehört hatte, die für den Sturz Muammar Al-Ghaddafis unter anderem vom britischen Militär trainiert worden war. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.04.2024, Seite 6, Ausland

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