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Verkaufsstopp bei Acker- und Waldflächen

Berlin. Die ostdeutschen Acker- und Waldflächen im Besitz des Bundes sollen bis auf wenige Ausnahmen künftig nur noch verpachtet und nicht mehr verkauft werden. Eine entsprechende Vereinbarung traf die Ampelregierung am Donnerstag mit den ostdeutschen Ländern.
Seit der Annexion der DDR waren Wald und Äcker nach und nach privatisiert worden. Jetzt regelten Bund und Länder in sogenannten Flächenmanagementgrundsätzen die Einzelheiten zum weitgehenden Verkaufsstopp. Bei der geplanten Verpachtung sollen nachhaltige Betriebe Vorrang haben. Ostdeutsche Bauernverbände hatten gegen die Neuerung protestiert. Der Verkaufsstopp solle aufgehoben werden, forderten sie. Statt dessen sollte die Privatisierung fortgesetzt und die Flächenverwaltung durch den Bund beendet werden. Auch gegen die Nachhaltigkeitskriterien bei der Verpachtung wehrten sich die Verbände. Die Überführung von Flächen ins »Nationale Naturerbe« lehnen sie ebenfalls ab. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.04.2024, Seite 5, Inland

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