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Fußballrealität

Rassisten heimleuchten

Madrid. Im spanischen Fußball ist es erneut bei mehreren Partien zu rassistischen Beleidigungen gekommen. Am dramatischsten war ein Zwischenfall im Viertligaspiel zwischen Sestao River Club und CF Rayo Majadahonda. Gästekeeper Cheikh Sarr war laut spanischen Medien wiederholt von direkt hinter dem Tor stehenden Fans von Sestao rassistisch beleidigt worden. Der schwarze Torhüter aus dem Senegal stürmte auf die Tribüne und packte einen der Zuschauer am Schal, wie auf Videos zu sehen war. Ordner und Mitspieler zerrten Sarr von der Tribüne, er sah die rote Karte. Das Team aus Majadahonda verließ daraufhin unter Protest den Rasen. Das Spiel wurde am Sonnabend beim Stand von 2:1 für die Gastgeber in der 87. Minute abgebrochen. Vinicius Júnior von Real Madrid forderte auf X: »Wir werden erst gesiegt haben, wenn die Rassisten aus den Stadien direkt ins Gefängnis wandern.« Auch das Erstligaspiel des FC Getafe gegen den FC Sevilla musste am Sonnabend unterbrochen werden, nachdem der Argentinier Marcos Acuña vom FC Sevilla Opfer rassistischer Sprechchöre geworden war. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.04.2024, Seite 16, Sport

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