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Morgan Stanley der Täuschung beschuldigt

London. Die US-Investmentbank Morgan Stanley soll die Europäische Zentralbank mit falschem Jobtitel getäuscht haben, um aus dem Brexit resultierende Bestimmungen zu umgehen. Wie die Financial Times am Sonntag berichtete, hatte ein leitender Banker des Geldhauses im Dezember bei einem Prozess zu seiner Entlassung in Frankfurt am Main ausgesagt, er sei angewiesen worden, den Titel »Leiter Kredithandel« (head of loan trading) nicht zu verwenden, da dieser »nur auf dem Papier existierte«. Die Bank habe Aufsichtsbehörden dadurch vorgetäuscht, Spitzenpersonal nach dem Brexit in die EU verlegt zu haben, wie es entsprechende EZB-Vorgaben fordern. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.02.2024, Seite 9, Kapital & Arbeit

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