-
27.01.2024
- → Feuilleton
Vielleicht verleumdet
Die Autorin Elif Shafak ist in der Türkei wegen Plagiierens verurteilt worden und will sich nun dagegen zur Wehr setzen. Die Schriftstellerin nannte die Vorwürfe gegen sich am Donnerstag »absurde Verleumdung«, wie aus einer Erklärung ihres Verlags hervorging. Ein Gericht in Istanbul hatte die 52jährige am Mittwoch unter anderem zu einer Geldstrafe von umgerechnet knapp 5.000 Euro verurteilt. Shafak will die Entscheidung anfechten. In dem Fall geht es laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu um den erstmals 2002 erschienenen Roman Shafaks mit dem Titel »Bit Palas« (dt.: »Der Bonbonpalast«). Die Klägerin, die Autorin Iclal Mine Kirikkanat, wirft Shafak vor, die Geschichte ihrem Buch »Fliegenpalast« aus dem Jahr 1990 entnommen zu haben. Das Gericht sah die Vorwürfe als begründet an. (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
