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Bauindustrie erwartet große Jobverluste

Berlin. Wegen der Krise im Wohnungsbau erwartet die deutsche Bauindustrie 2024 den ersten Beschäftigungsverlust in der Branche seit der Finanzkrise. »Wir rechnen derzeit damit, dass in den kommenden Monaten etwa 10.000 Arbeitsplätze abgebaut werden müssen«, sagte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands HDB, laut dpa-Meldung von Sonntag. Grund für die befürchteten Stellenstreichungen sei den Angaben nach die schwache Konjunktur am Bau. Während man im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau 2023 nur leicht sinkende Umsätze verzeichnet habe, seien die Erlöse im Wohnungsbau um zwölf Prozent eingebrochen, sagte Müller. »Wir gehen davon aus, dass der Umsatz im Wohnungsbau auch 2024 um weitere zwölf Prozent fällt.«

Das Bauhauptgewerbe war laut HDB im Jahr 2023 »Arbeitgeber« für rund 927.000 Menschen. Beim Abbau von rund 10.000 Arbeitsplätzen geht es also um rund ein Prozent der Jobs in der Branche. Zugleich wäre es der erste Beschäftigungsverlust am Bau seit 2008. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.01.2024, Seite 9, Kapital & Arbeit

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