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Nahostkonflikt

Trump verwirft Gebühren für Straße von Hormus

Foto: Stringer/Reuters/File Photo
Es wird wohl noch dauern, bis im Persischen Golf wieder normaler Schiffsverkehr herrscht (Musandam, 18.4.2026)

Washington. Nur einen Tag nach der Ankündigung einer Gebühr für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus rückt US-Präsident Donald Trump wieder von seiner Idee ab. Nach »äußerst produktiven Gesprächen« mit namentlich nicht genannten Vertretern von Staaten im Nahen Osten habe er beschlossen, die Gebühr »durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, die die verschiedenen Golfstaaten mit den Vereinigten Staaten abschließen werden«, schrieb er auf seiner Plattform »Truth Social«.

Der Präsident behauptete, dass die nicht bezifferten Investitionen »massiv« und von Vorteil für die Golfstaaten werden würden. Unklar war zunächst, mit wem Trump gesprochen hat und ob die Golfstaaten tatsächlich derartigen Plänen zugesagt haben.

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Trump hatte erst am Montag die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. In diesem Zuge sagte er auch, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der für den weltweiten Ölhandel strategisch wichtigen Meerenge aus »Fairnessgründen« Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen. Dies solle die Kosten, die im Zuge der Sicherstellung der Passage anfallen, kompensieren. Der Prozess und die Umsetzung würden umgehend beginnen, schrieb er weiter.

Auf Trumps Vorstoß gab es prompt Kritik. Die Weltschiffahrtsorganisation IMO erinnerte daran, dass gemäß internationalem Recht die Passage weiterhin zoll- und gebührenfrei bleiben müsse. Auch die deutschen Reeder kritisierten Trumps Ankündigung. (dpa/jW)

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Erschienen am 15.07.2026, Kapital & Arbeit

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