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Kartierung des Amazonasbeckens

Rio de Janeiro. Inzwischen ist Wald über die Sache gewachsen. Das Amazonasbecken, das größte Regenwaldgebiet der Erde, erweckt nicht den Eindruck, als könne dort Zivilisation stattgefunden haben. Tatsächlich war das Gebiet lange Zeit komplex besiedelt. Brasilianische Wissenschaftler konnten jetzt die Erforschung der Region entscheidend voranbringen, wie die naturwissenschaftliche Fachzeitschrift Science berichtet. Das Forschungsteam um den Geographen Vinicius Peripato vom brasilianischen Institut für Weltraumforschung (INPE) hat 24 bislang unbekannte Ruinen im Amazonasgebiet entdeckt. Die Gruppe kartographierte mehr als 5.300 Quadratkilometer mit Hilfe der »Lidar«-Technik (Light Detection and Ranging), die Beschaffenheiten des Bodens mittels Laserstrahlen aus großer Höhe feststellt. Durch »Lidar« kann die Bodenhöhe präzise bestimmt werden, selbst bei stark bewachsenen Gebieten. Die entdeckten Ruinen sind vermutlich zwischen 500 und 1.500 Jahre alt. Aufgrund seiner Untersuchungen vermutet das Team, dass im Amazonasbecken Tausende weitere Bauwerke archäologisch auffindbar sein könnten. Die von Peripato und seinem Team kartographierte Fläche macht weniger als ein Tausendstel des gesamten Beckens aus. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.12.2023, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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