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Literaturpreis

Häftlingspreis

Zum zweiten Mal haben französische Häftlinge den Prix Goncourt des détenus (»Goncourt-Preis der Insassen«) vergeben. Wie das französische Kulturministerium am Donnerstag mitteilte, sei der Preis an Mokhtar Amoudi für sein Buch »Les conditions idéales« (dt. Ideale Bedingungen) gegangen. Das Erstlingswerk des 35 Jahre alten Autors handelt von der Geschichte eines Jungen, der in einem Pariser Vorort aufwächst. Für die Vergabe trafen sich rund 600 Gefangene in 40 Strafvollzugsanstalten drei Monate lang jede Woche, um über die 16 Werke zu diskutieren, die in die Auswahl des Prix Goncourt 2023 gekommen waren, den im November Jean-Baptiste Andrea für »Veiller sur elle« (dt. Pass auf sie auf) gewonnen hat. Im vergangenen Jahr ging der Sonderpreis »Prix Goncourt der Häftlinge« an die Schweizer Autorin Sarah Jollien-Fardel für die dramatische Familiengeschichte »Sa préférée« (dt. Lieblingstochter). (dap/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.12.2023, Seite 11, Feuilleton

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