-
11.11.2023
- → Inland
Bundestag stimmt für globale Mindeststeuer
Berlin. Der Bundestag hat eine globale Mindestbesteuerung großer Unternehmen beschlossen. Für den Regierungsentwurf, der eine EU-Richtlinie umsetzt, stimmten die Ampelfraktionen sowie die Unionsfraktion; Linke und AfD lehnten ihn ab. Der Regelung nach sollen alle Konzerne mit einem Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro künftig mindestens 15 Prozent Steuern zahlen. Linke-Politiker Christian Görke bezeichnete den Gesetzentwurf als »ernüchternd« und »finanzielle Nullnummer«. Der Prozentsatz der Mindestbesteuerung sei viel zu niedrig. Beim Bund werde nur ein kleines Plus ankommen, den Kommunen gingen sogar Einnahmen verloren. Der Bundesrat unterstützt den Gesetzentwurf, forderte aber, Vereinfachungsmaßnahmen zu prüfen. Die Mindeststeuer geht auf eine unter der Ägide der OECD verhandelte Vereinbarung der Finanzminister der G20-Staaten zurück. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!