Zum Inhalt der Seite
Fußballrealität

Zu gierig

La Paz. Nach Spielmanipulationsvorwürfen hat der bolivianische Fußballverband laufende Meisterschaftsrunden abgebrochen. In die unlauteren Machenschaften sollen Schiedsrichter, Spieler und Vereinsfunktionäre involviert sein. Bei einem Treffen auch mit Vertretern der 17 Erstligisten stimmten 14 Klubs dem Abbruch zu, zwei stimmten dagegen, ein Verein enthielt sich. Drei hochrangige Schiedsrichterfunktionäre sollen bereits entlassen worden sein. Der nationale Verband erhob Anklage und will den zuständigen Kontinentalverband Conmebol bitten, ein Blitzturnier bis Ende Dezember als Ersatz zu organisieren. Betroffen vom Abbruch sind auch die erste und zweite Liga. Verbandschef Fernando Costa hatte zuletzt von einem »Netz der Korruption« gesprochen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.09.2023, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!