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Groß- und Einzelhandel: Gespräche gehen weiter

Düsseldorf/Kiel. Zu Beginn der fünften Verhandlungsrunde in den Tarifverhandlungen mit dem Groß- und Außenhandel kritisiert Verdi eine »Blockadehaltung« der Unternehmen. Verhandlungsführerin Silke Zimmer erklärte in einer Mitteilung der Gewerkschaft am Montag, bislang bestehe weder ein Angebot, das die aktuelle Preissteigerung ausgleichen würde, noch drohender Altersarmut der Beschäftigten etwas entgegensetze. Verdi verlangt für die rund 306.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten eine Erhöhung der Entgelte von 13 Prozent, mindestens aber um 400 Euro bei zwölf Monaten Laufzeit. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 250 Euro angehoben werden.

Nach gescheiterter vierter Gesprächsrunde im Einzelhandel in Schleswig-Holstein bezeichnete Verdi den Tarifkampf in der vergangenen Woche als »festgefahren«. Die Verhandlungen für die rund 120.000 Beschäftigten in im Bundesland seien am vergangenen Dienstag »in dem wesentlichen Punkt der Erhöhung der Entgelte« ohne Annäherung geendet, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch mit. Der dortige Verhandlungsführer Bert Stach kritisierte, das bereits seit Ende Juli vorliegende Angebot der Unternehmerseite würde für die Beschäftigten »einen herben Reallohnverlust bedeuten«. Verdi fordert für die Beschäftigten bei zwölf Monaten Laufzeit 2,50 Euro mehr pro Stunde, für die unteren Beschäftigtengruppen insgesamt 13,50 Euro. Azubis sollen 250 Euro erhalten. Die Verhandlungen sollen am 15. September fortgesetzt werden. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.08.2023, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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