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Bayern: Verbände sehen Täter-Opfer-Umkehr

München. In Bayern haben der Flüchtlingsrat und die Beratungsstelle »B. U. D.« für Betroffene rechter Gewalt eine gestiegene Zahl rassistischer Übergriffe auf Geflüchtete und deren Unterkünfte beklagt, berichtete die Nachrichtenagentur epd am Donnerstag. Im ersten Halbjahr habe es im Freistaat 105 Angriffe auf Geflüchtete und 14 Attacken auf Unterkünfte gegeben, wie die beiden Organisationen am Donnerstag mitteilten. Damit stehe Bayern bundesweit »mit an der Spitze der rassistisch motivierten Attacken auf Schutzsuchende« in diesem Jahr.

Politisch Verantwortliche wie Ministerpräsident Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) stellten Migrationsbewegungen als Gefahr und die Unterbringungsfrage als unlösbar dar, kritisierten die Organisationen. Schutzsuchende Menschen für Angriffe auf sie verantwortlich zu machen, »ist eine zynische Täter-Opfer-Umkehr«. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.08.2023, Seite 15, Antifaschismus

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