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Ruanda: Kein Völkermordprozess

Den Haag. Gegen einen der mutmaßlichen Drahtzieher des Völkermordes in Ruanda wird es keinen Prozess geben. Der Angeklagte Félicien Kabuga, der den Genozid finanziert haben soll, sei wegen seiner Demenzerkrankung nicht prozessfähig, urteilte das UN-Tribunal zu den Verbrechen in Ruanda 1994 am Dienstag abend in Den Haag. Kabuga ist einer der letzten Angeklagten in Sachen Völkermord. Während des etwa 100 Tage dauernden Massakers hatten Hutu-Milizen mindestens 800.000 Menschen ermordet, vor allem Angehörige der Tutsi-Minderheit. Hunderttausende Menschen wurden Opfer sexualisierter Gewalt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.08.2023, Seite 2, Ausland

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