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Studienkreditzinssatz verdoppelt sich

Berlin. Der Zinssatz für Studienkredite der staatlichen Förderbank KfW hat sich für Neuverträge seit Beginn der Amtszeit der Ampelregierung mehr als verdoppelt. Im Oktober 2021 lag er noch bei 3,76 Prozent, im April 2023 dann bei 7,55 Prozent, teilte die Bundesregierung auf eine Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit. Die Ausgestaltung der Darlehensbedingungen obliege grundsätzlich der KfW, hieß es in dem Papier, das der dpa vorlag. »Anstatt auf die Zuständigkeit der KfW zu verweisen, sollte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger endlich ihren Job machen und für eine praktikable Lösung zugunsten der vielen jungen Menschen sorgen«, sagte Katrin Staffler, Berichterstatterin für Hochschulpolitik in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, am Dienstag. Die Ministerin beweise einmal mehr, dass die Sorgen und Nöte der Studierenden für sie keine Priorität hätten. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.08.2023, Seite 5, Inland

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  • Onlineabonnent*in Heinrich H. aus S. 1. Aug. 2023 um 23:17 Uhr
    Die gute Frau Stark-Watzinger sorgt doch gut für den Fachkräftemangel, dafür wird sie hoch und oft bezahlt. Was gibt’s da zu meckern, Frau Staffler?
  • Reinhard Hopp aus Berlin 1. Aug. 2023 um 20:10 Uhr
    Eine nicht minder geringere Priorität hat damit offenbar die Zukunft des ganzen Landes. Aber Hauptsache, die Kriegsproduktion kann immer weiter gesteigert werden; Bildung ist da nicht so wichtig, denn schließlich muss ein Soldat ja nicht erkennen können, für wen, wessen Interessen und Profite er belogen und verheizt wird.
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