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21.07.20231 Leserbrief
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Keine Rechnung
Mehr als 8.000 Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Nordamerika, darunter Dan Brown, James Patterson, Jodi Picoult, Margaret Atwood und Jonathan Franzen, haben mit einem offenen Brief gegen die kostenlose Nutzung ihrer Werke für die Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) protestiert. »Millionen von urheberrechtlich geschützten Büchern, Artikeln, Essays und Gedichten bieten die Nahrung für KI-Systeme – unendliche Mahlzeiten, für die es keine Rechnung gab«, hieß es laut Mitteilung des Zusammenschlusses Authors Guild in dem Schreiben an mehrere große KI-Entwickler wie Microsoft. Bei der generativen KI werden Inhalte wie Texte, Bilder oder Videos maschinell erstellt, entwickelt wird sie unter anderem mit veröffentlichtem Material. Die Authors Guild beschreibt sich selbst als den ältesten und größten Autorenverband in Nordamerika. (dpa/jW)
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Onlineabonnent*in Heinrich H. aus S. 21. Juli 2023 um 23:44 UhrEs sind ja nicht nur AutorInnen, deren geistiges Eigentum enteignet wird. Der heilige US-Gral »geistiges Eigentum« wird von Monopolen geschleift und kein Hahn kräht danach, solange das Enteignete im sicheren Hafen bleibt …
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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