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3.000 Euro pro Kopf: Bundeskabinett spendiert sich Inflationsprämie

Foto: Kay Nietfeld/dpa
»Zynische Signale«: Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)

Berlin. Die Mitglieder der Bundesregierung haben beschlossen, sich eine Inflationsprämie in Höhe von 3.000 Euro pro Kopf auszahlen zu lassen. Regierungssprecher Steffen Hebestreit begründete den Kabinettsbeschluss vom Donnerstag mit der »wirkungsgleichen und systemgerechten« Übertragung der jüngsten Tarifeinigung für den öffentlichen Dienst. Der Sozialverband VdK zeigte sich »irritiert«. Präsidentin Verena Bentele wies darauf hin, dass »etwa arme Familien oder Rentnerinnen und Rentner vergebens auf einen Ausgleich der gestiegenen Kosten warten«. Statt »zynische Signale« zu senden, sollte die Regierung endlich höhere Übergewinnsteuern und einen Preisdeckel für Grundnahrungsmittel beschließen. »Das Vertrauen, das die Politik mit diesem Beschluss verspielt, sollte mehr als 3.000 Euro wert sein«, so Bentele. (dpa/jW)

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Erschienen am 14.07.2023, Inland

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