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Vogelgrippe

Nichts zu lachen

Die Vogelgrippe wütet auch in diesem Sommer wieder in Seevogelkolonien – zuletzt vor allem bei Möwen. Ein derzeit in Europa grassierender Erreger sei besonders an Möwenvögel angepasst, erklärte das für Tiergesundheit zuständige Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems bei Greifswald. Dieser Genotyp sei im Mai des vergangenen Jahres an der französischen Atlantikküste entstanden und habe sich von dort über ganz Europa verbreitet. Zuletzt traf es besonders Lachmöwen.

Das Virus habe eine nie dagewesene weltweite Verbreitung erreicht. Im Mai gab es laut FLI beispielsweise erstmals Nachweise bei Wildvögeln in Brasilien – dem größten Hähnchenfleischexporteur weltweit. Bisher gebe es aber keine bekannten Fälle bei Geflügel. Das Land habe einen Notfallplan aktiviert. Für Deutschland schätzt das FLI das Risiko von Einträgen in Geflügelhaltungen durch Wildvögel weiter als hoch ein. Lachmöwen seien nicht an Küsten gebunden, sondern kämen beispielsweise auch in Baden-Württemberg, Bayern und östlichen Bundesländern vor. Dennoch habe es zuletzt weniger Fälle in deutschen Haltungen gegeben. Offenbar wirkten Sicherheitsmaßnahmen, so die Experten. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.06.2023, Seite 10, Feuilleton

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