Zum Inhalt der Seite

Iran: Warnungen an Frauen ohne Kopftuch

Teheran. Irans Polizei hat im Rahmen der Videoüberwachung der Kopftuchpflicht bereits Tausende Warnungen verschickt. In der Provinz Westaserbaidschan wurden mehr als 2.000 SMS an Frauen geschickt, die im Straßenverkehr mutmaßlich gegen die Kleidungregeln verstießen, wie die Zeitung Etemad am Donnerstag berichtete. Zudem ordneten die Behörden die Schließung von 80 Geschäften an, in denen die Kopftuchregeln missachtet worden seien. Seit Sonntag soll nach offiziellen Angaben jeglicher Verstoß gegen das Kopftuchgebot auf öffentlichen Plätzen, in Autos, Einkaufs- und Freizeitzentren mittels »intelligenter Kameras« und Überwachungstechnologie registriert werden. Geplant ist eine noch weitaus umfangreichere Überwachung. Viele Frauen in Irans Metropolen tragen inzwischen kein Kopftuch mehr. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 21.04.2023, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!