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Post: Urabstimmung nach Scheitern der Tarifrunde

Düsseldorf. Die Tarifverhandlungen für rund 160.000 Beschäftigte der Deutschen Post sind am Freitag gescheitert. Auch in der dritten Verhandlungsrunde ab Mittwoch in Düsseldorf konnte keine Einigung erzielt werden. Verdi will nun eine Urabstimmung über einen Arbeitskampf einleiten. Die Gewerkschaft fordert 15 Prozent Lohnerhöhung bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr. Knapp 100.000 Beschäftigte beteiligten sich seit Mitte Februar an Warnstreiks für diese Forderung. Bei den Gesprächen legte der Konzern nach eigenen Angaben ein deutlich schlechteres Angebot mit zwei Jahren Laufzeit auf den Tisch. »Verdi hat eine historische Chance verspielt, die Zukunft der Deutschen Post in Deutschland zu sichern«, meinte Personalvorstand Thomas Ogilvie am Freitag. Gewerkschafter beeindruckt das nicht, dem Bonner Konzern stehen große Streiks ins Haus. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.02.2023, Seite 1, Inland

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