Zum Inhalt der Seite

LSVD begrüßt Änderung von Transfusionsgesetz

Berlin. Zukünftig soll in der BRD nur noch das sogenannte Risikoverhalten darüber entscheiden, wer bei der Blutspende zugelassen wird. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will bestehende Beschränkungen für homosexuelle Männer aufheben, wie aus einem Änderungsantrag zum Transfusionsgesetz hervorgeht, der dpa am Dienstag vorlag. Die sexuelle Orientierung und die Geschlechtsidentität sollen demnach keine Ausschluss- oder Rückstellungskriterien mehr sein. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) begrüßte in einer Pressemitteilung den Vorstoß. Die bisherige Regelung, die Männer die Sex mit Männern haben und trans Personen per se als Risikogruppe betrachte, baue auf Stigmatisierungen auf, verstärke diese und reproduziere damit aktiv Diskriminierungen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.01.2023, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!