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05.01.20231 Leserbrief
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Ärztevertretung will Viertagewoche
Berlin. Der Ärzteverband Virchowbund hat alle Arztpraxen dazu aufgerufen, den Praxisbetrieb auf eine Viertagewoche umzustellen. Mittwochs sollten sie generell auf eine ambulante Versorgung von Patienten verzichten und den Tag statt dessen »zur Bewältigung der Bürokratie und zur Fortbildung« nutzen. Zur Begründung teilte der Berufsverband am Mittwoch in Berlin mit, Arztpraxen stünden durch hohe Energiepreise und Inflation »unter enormem Kostendruck«. Zugleich hätten sie mit einem »budgetierten Finanzierungssystem und der Streichung von Geldern« zu kämpfen. (AFP/jW)
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Rainer Robert Klee aus Bad Kreuznach 5. Jan. 2023 um 15:17 UhrWas die Ärztevertretung will, interessiert mich als Patienten nicht. Ich bezahle in eine Solidarkasse ein und erwarte an 365 Tagen eine 24-Stunden-Betreuung bei Notwendigkeit (Notversorgung) und eine normale Betreuung bei medizinischen Problemen, die ein Arzt beantworten/behandeln kann. Ich schließe nicht aus, dass ich mich auch selbst, auf eigene Kosten, therapieren kann. Was die Ärzte bezahlt bekommen, muss angemessen und überprüfbar sein. Ich erwarte aber eine bessere Zusammenarbeit mit meiner GKK und eine elektronische Bearbeitung sowie sofort eine elektronische Krankenversichertenkarte. Datenschutz war gestern!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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