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Kritik an Anlandung Geflüchteter in Italien

Rom. Nach der Anlandung des Schiffs »Ocean Viking« mit fast 390 Asylsuchenden an Bord in der süditalienischen Stadt Salerno hat der dortige Regionalpräsident das Vorgehen der Behörden kritisiert. »Ich glaube, dass keine Anlandung akzeptabel ist, weder im Hafen von Salerno noch im Hafen von Neapel«, sagte Kampaniens Präsident Vincenzo De Luca am Dienstag vor Journalisten. Die Ankunft war De Luca zufolge deshalb ein Problem, weil sich auf dem Schiff zwischen 50 und 60 coronapositive Menschen befanden. Die Kommune habe sich der unbegleiteten Kinder angenommen. Es sei eine solidarische Pflicht, die Menschen zu empfangen, aber dazu gehöre nicht, Coronaansteckungen hinzunehmen, betonte der Sozialdemokrat. Die Zahl der Menschen, die Italien in Booten erreichen, ist zuletzt deutlich gestiegen. Stand Montag kamen in diesem Jahr bislang rund 41.500 Asylsuchende an. Im Vorjahreszeitraum waren es 29.350, wie aus Zahlen des Innenministeriums hervorgeht. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.08.2022, Seite 7, Ausland

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