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Russische Zentralbank: Kräftige Zinssenkung

Moskau. Mit einer überraschend kräftigen Zinssenkung hilft Russlands Notenbank der unter westlichen Sanktionen ächzenden Wirtschaft. Sie kappte den Schlüsselzins am Freitag um anderthalb Punkte auf acht Prozent. Es war bereits der vierte Schritt nach unten in diesem Jahr. Das wirtschaftliche Umfeld bleibe »herausfordernd«, teilte die Bank mit. Im Jahresverlauf könnten weitere Lockerungsschritte nötig werden.

Das Bruttoinlandsprodukt Russlands wird Schätzungen der Zentralbank zufolge in diesem Jahr um vier bis sechs Prozent schrumpfen. 2023 soll die Rezession anhalten, wenn auch abgemildert. Auch der starke Preisauftrieb werde allmählich nachlassen: Für dieses Jahr sei eine Inflationsrate von zwölf bis 15 Prozent zu erwarten, 2023 soll sie auf fünf bis sieben Prozent zurückgehen. Mitte Juli lag die Teuerung in Russland bei 15,5 Prozent.

Um einen Absturz des Rubel zu verhindern, hatten die Währungshüter um Zentralbankchefin Elwira Nabiullina den Zinssatz nach dem Beginn des Ukraine-Krieges von 9,5 auf 20 Prozent angehoben, danach immer weiter gesenkt. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.07.2022, Seite 7, Kapital & Arbeit

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