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Fußball

Selbst entscheiden

Frankfurt am Main. Der Deutsche Fußballbund lässt trans- und intergeschlechtliche sowie nichtbinäre Menschen selbst entscheiden, ob sie in einem Frauen- oder einem Männerteam spielen wollen. Die neue Regelung gilt ab der kommenden Saison für den Amateur- und den Jugendbereich sowie im Futsal. Das teilte der DFB am Donnerstag mit.

Menschen mit dem Personenstandseintrag »divers« oder »ohne Angabe« und Fußballerinnen und Fußballer, die ihr Geschlecht haben angleichen lassen, können dann zwischen den beiden Spielberechtigungen wählen. Dies gelte auch für transgeschlechtliche Fußballerinnen und Fußballer, »die nun zu einem selbstbestimmten Zeitpunkt wechseln können oder zunächst in dem Team bleiben, in dem sie bisher gespielt haben«.

Solange die sportliche Betätigung während der Einnahme von Medikamenten die Gesundheit der betroffenen Personen nicht beeinträchtige, könnten die Personen am Spielbetrieb teilnehmen, »weshalb die neue Regelung eine Dopingrelevanz ausschließt«. Vertrauenspersonen der Landes- und Regionalverbände sollen die betroffenen Fußballerinnen und Fußballern unterstützen, »um den Zugang niederschwellig zu halten«, wie der DFB schrieb.(dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.06.2022, Seite 16, Sport

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