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Kabul schafft Gremium für Menschenrechte ab

Kabul. Die in Afghanistan regierenden Taliban haben die unabhängige Menschenrechtskommission des Landes aufgelöst. Sie werde »nicht als notwendig erachtet«, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Inamullah Samangani AFP am Dienstag. »Wir haben einige andere Organisationen für Aktivitäten im Zusammenhang mit den Menschenrechten.« Die Kommission hatte unter anderem die zivilen Opfer des zwei Jahrzehnte währenden Krieges in Afghanistan dokumentiert. Ihre Arbeit war bereits kurz nach der Machtübernahme der Taliban im August ausgesetzt worden, die führenden Mitarbeiter der Kommission flohen ins Ausland. Auch der Nationale Sicherheitsrat und der Versöhnungsrat, der sich für den Frieden einsetzt, wurden am Wochenende aufgelöst. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.05.2022, Seite 6, Ausland

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