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Schutz des Amazonas

Gesundheitszustand von Indigenenanführer Raoni Metuktire kritisch

Foto: Jorge Silva/Reuters
Auch mit 94 Jahren aktiv im Kampf für den Erhalt des Amazonas: Raoni Metuktire beim Free Land Protestcamp in Brasília (8.4.2026)

Brasília. Der brasilianische Indigenenanführer Raoni Metuktire ist offenbar schwer krank und wird nach Angaben seiner Ärzte auf der Intensivstation behandelt. Der Zustand des über 90 Jahre alten Umweltaktivisten sei »ernst«, teilte die Klinik Dois Pinheiros in Sinop im Westen Brasiliens am Montag mit. Als Gründe nannten die Ärzte Veränderungen der Nierenfunktion. Zudem gebe es »Anzeichen, die auf einen schweren Infektionsprozess hindeuten«. Raoni war nach Angaben der Ärzte am Sonntag in das Krankenhaus eingeliefert worden. Er war dort bereits im Mai wegen eines Leistenbruchs und Herzproblemen stationär behandelt worden.

Raoni Metuktire ist das Oberhaupt des Kayapo-Volkes und ein unermüdlicher Kämpfer für den Erhalt des Amazonas-Regenwaldes und der Lebensbedingungen der indigenen Bevölkerung. Trotz seiner 94 Jahre war Raoni in den vergangenen Monaten weiterhin aktiv, wenngleich er geschwächt wirkte. Im April nahm er am Free Land Camp teil – dem größten jährlichen Treffen indigener Völker in der Hauptstadt Brasília.

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Bekanntheit erlangte der das Kayapo-Oberhaupt erstmals in den 1970er Jahren. Damals setzte er sich während der brasilianischen Militärdiktatur (1964-1985) gegen den Bau einer Fernstraße durch den Amazonas ein. Später reiste Raoni immer wieder um die Welt, um auf die Belange der indigenen Völker und die Auswirkungen des Klimawandels auf den Regenwald aufmerksam zu machen. Das letzte internationale Treffen, an dem er teilnahm, war die UN-Klimakonferenz COP30 im vergangenen November in seiner Heimat Brasilien. (AFP/jW)

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Erschienen am 16.06.2026, Ausland

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