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Wohnen für Personal auf Inseln zu teuer

Sylt. Die Lage der Nordseeinseln erschwert nach Angaben von Branchenvertretern die Suche nach Personal im Gastgewerbe und im Tourismusgeschäft. »Es ist einfach noch schwieriger, Leute zu überzeugen, von zu Hause weg und auf eine Insel zu ziehen«, sagte die Vorsitzende des Dehoga-Bezirksverbandes Ostfriesland, Birgit Kolb-Binder, laut dpa-Meldung von Montag. Die Coronapandemie habe den Arbeitskräftemangel in der Branche noch verschärft. Auf der Hochseeinsel Helgoland fehlen nach Angaben von Bürgermeister Jörg Singer im Tourismusbereich beispielsweise derzeit bis zu 140 Arbeitskräfte. Die Bedingungen auf Inseln erschwerten die Suche nach Personal zusätzlich – etwa, wenn es um Wohnraum gehe. Auf Sylt und Amrum sei die angespannte Wohnraumsituation für Beschäftigte besonders schlimm, sagte Ernst-Oliver Schulte, Gewerkschaftssekretär im Landesbezirk Nord der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG). Dort müssten Beschäftigte meist vom Festland aus auf die Insel pendeln, wenn sie nicht von den Unternehmen Unterkünfte gestellt bekämen. Um Personal zurückzugewinnen und die Berufe des Gastgewerbes attraktiver für Berufsanfänger zu machen, müsse man zu besseren Arbeitsbedingungen kommen, betonte der Gewerkschafter. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.05.2022, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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