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IG BAU: Bauarbeit zum Mindestlohn nicht nötig

Berlin. Die Gewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt appelliert an die rund 30.000 Baubeschäftigten in der Hauptstadt, ihren aktuellen Lohnzettel zu prüfen. Ein gelernter Maurer kommt seit Mai auf einen Stundenlohn von 21,78 Euro und hat damit am Monatsende etwa 80 Euro mehr als bisher (plus 2,2 Prozent) im Portemonnaie. »Es gibt keinen Grund, sich unter Wert zu verkaufen«, erklärte der Bezirksvorsitzende der IG BAU Berlin, Christian Stephan, vergangene Woche Mittwoch. Deshalb sei es wichtig, darauf zu achten, den Tariflohn zu bekommen, so Stephan. Wer nur den gesetzlichen Mindestlohn von 9,82 Euro pro Stunde verdient, dem rät die Gewerkschaft, sich dringend bei einer neuen Baufirma einen Job zu suchen. Die Unternehmen hatten gerade erst den deutlich höheren Branchenmindestlohn scheitern lassen. »Damit können sie jetzt tatsächlich auch Bauarbeitern maximale Leistung für einen minimalen Lohn abverlangen«, so Stephan. Das müsse sich aber keiner gefallen lassen. Selbst in Zeiten globaler Krisen seien die Auftragsbücher der heimischen Baufirmen gut gefüllt. »Wer auf dem Bau zupackt, ist nach wie vor eine gesuchte Kraft und hat mehr verdient.« (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.05.2022, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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