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Übergriffe: Vorstand von Linke entschuldigt sich

Berlin. Der Bundesvorstand der Linken hat sich für »sexualisierte Übergriffe« in der Partei entschuldigt. Die Partei müsse ein Raum sein, in dem sich alle Mitglieder »ohne Angst, sexistisch behandelt, beleidigt oder gar mit Gewalt bedroht zu werden«, engagieren können, teilte der Vorstand am späten Mittwoch abend mit. Er beschloss zudem »einstimmig« eine Handlungsstrategie.

Die Partei sieht sich derzeit mit Sexismusvorwürfen konfrontiert, die vor allem den hessischen Landesverband betreffen. Der Bundesvorstand versprach nun eine »transparente und vorbehaltlose Aufklärung« der Vorfälle. Er beschloss die Einrichtung einer »unabhängigen Beratungsstruktur, die aus erfahrenen Frauen aus feministischer Antigewaltarbeit und Betroffenenunterstützung sowie erfahrenen Anwältinnen besteht«. Außerdem solle die Parteisatzung so geändert werden, »dass auch unterhalb des Ausschlusses und auch vor einem langwierigen schiedsgerichtlichen Verfahren die Möglichkeit besteht«, Maßnahmen gegen Mitglieder zu ergreifen, die sexistisch handeln, andere beleidigen oder mit »strafrechtlich relevantem Verhalten überziehen«. (AFP/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.04.2022, Seite 15, Feminismus

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