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Mützenich: Russische Interessen anerkennen

Berlin. Vor dem Besuch des Bundeskanzlers Olaf Scholz in Kiew hat der SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich die russischen Sicherheitsbedenken auch auf »große Fehler« der US-Regierung unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush zurückgeführt. Er nannte dabei neben der »Invasion im Irak« namentlich »Verwerfungen hier in Europa« und den »Abschied von Rüstungskontrolle«. »Alles das sind Dinge, die auch Russland verunsichern«, sagte Mützenich am Montag im ARD-»Morgenmagazin«. Man müsse öffentlich anerkennen, »dass auch Russland berechtigte Sicherheitsinteressen« habe. »Das hat nichts mit der Ukraine zu tun«, sondern »mit den USA, dem Wegfall von Rüstungsabkommen«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.02.2022, Seite 4, Inland

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