-
05.05.2026, 20:34:04
- → Inland
Vilsecks Bürgermeister: US-Truppenabzug wäre dramatisch
Vilseck. Thorsten Grädler, der erst seit Freitag amtierende Bürgermeister der oberpfälzischen Stadt Vilseck, hat vor den Folgen eines möglichen Teilabzugs US-amerikanischer Soldaten vom Übungsplatz Grafenwöhr gewarnt. Zwar sei noch gar nicht klar, ob es Vilseck treffen soll, aber mit den Truppen würde eine Wirtschaftskraft in Höhe von ungefähr 650 bis 700 Millionen Euro pro Jahr verloren gehen, alarmierte Grädler am Dienstag. Rund 3.000 Arbeitsplätze hingen an dem Militärstandort, von dem Baugewerbe, Einzelhandel und Gastronomie profitierten. In der Kasernenanlage, den Rose Barracks, sind nach Angaben der Stadt rund 8.000 Soldaten stationiert, hinzu kommen etwa 12.000 Familienangehörige. »Der wichtigste Aspekt« sei aber, sorgte sich Grädler, dass die US-Amerikaner sich seit mehr als 80 Jahren in der Region »immer sehr wohlgefühlt« und bestens integriert hätten, sodass auch das Ende von Freundschaften und Ehen drohe. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!