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Reggae

Der Bass der Bässe

Er arbeitete mit Bob Marley, Gregory Isaacs und Peter Tosh, seine geschmeidigen Bass-Grooves sind legendär. Der jamaikanische Reggae-Bassist Robbie Shakespeare ist tot. Gemeinsam mit Drummer Sly Dunbar bildete Shakespeare als Sly and Robbie eines der wichtigsten Rhythmusduos überhaupt. An genialen Hits wie »Legalize It« und »Bush Doctor« (Tosh) waren die beiden selbstverständlich beteiligt, illustre Musiker rissen sich um sie, na klar, selbst Bob Dylan wollte nicht die Finger von Sly and Robbie lassen, setzte sie auf seinem Album »Infidels« (1983) ein. Grace Jones wäre niemals so berühmt geworden ohne die Arbeit der zwei, sie prägten den Sound ihrer Alben »Warm Leatherette« (1980) und »Nightclubbin« (1981) – outstandig. Für Madonna und Britney Spears fabrizierten sie Remixe, was man so tut für Geld. Einen hübschen Spitznamen hatte das Team auch, man nannte sie die Riddim Twins. Robert Warren Dale Shakespeare kam 1953 in East Kingston zur Welt. Das Bassspiel brachte ihm Aston »Family Man« Barrett bei, der Bassist von Bob Marleys Band, den Wailers. Einem Bericht der jamaikanischen Zeitung The Gleaner zufolge starb Shakespeare am Mittwoch in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Florida, wo er sich wegen eines Nierenleidens behandeln ließ. Robbie Shakespeare wurde 68 Jahre alt. (msa)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.12.2021, Seite 10, Feuilleton

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