Zum Inhalt der Seite

»Pegasus«: Verbände fordern Aufklärung

Berlin. Nach neuen Berichten über den Einsatz einer Ausspähsoftware gegen Aktivisten und Reporter haben deutsche Journalistenverbände Aufklärung und Gegenmaßnahmen gefordert. Der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes, Frank Überall, sprach am Montag von einem »nie dagewesenen Überwachungsskandal«. Geheimdienste und Sicherheitsbehörden müssten Auskunft darüber geben, ob die Software »Pegasus« der israelischen Firma NSO auch gegen deutsche Journalisten eingesetzt worden sei. Die Vorsitzende der Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion, Monique Hofmann, forderte Einschränkungen für den Export von Überwachungstechnologie. »Autoritäre Staaten nutzen Pegasus, um kritische und oppositionelle Stimmen zum Schweigen zu bringen«, sagte sie. Ein Journalistenkonsortium veröffentlichte am Sonntag Recherchen, wonach auf Smartphones von Journalisten, Menschenrechtlern, deren Familienangehörigen sowie Geschäftsleuten Spuren von Angriffen mit der »Pegasus«-Software entdeckt worden waren. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 22.07.2021, Seite 15, Medien

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!