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Kunst

Barocke Rätsel

Max Ernst, Cindy Sherman, Maurizio Cattelan, René Magritte, Pablo Picasso und dazwischen die berühmten Werke »Der Bibliothekar« und »Der Frühling« von Giuseppe Arcimboldo (1526–1593). Unter dem Titel »Face à Arcimboldo« (etwa: Arcimboldo begegnen) stellt das Centre Pompidou Metz dem italienischen Maler der Spätrenaissance über 130 Werke von Künstlern aus dem 17. Jahrhundert bis heute gegenüber. Die Liste der Maler, Bildhauer und Installationskünstler ist lang, die Arcimboldo mit seinen kunstvoll arrangierten Porträts aus Gemüse, Blumen, Obst oder Büchern beeinflusst hat. Denn als bedeutender Vertreter des Manierismus kündigt sein Konzept die Auflösung und Verzerrung der Formen an. Die Direktorin des Museums, Chiara Parisi, sieht in Arcimboldos Werk Vorzeichen der »vielfachen Revolutionen der Moderne«. Die allegorischen und rätselhaften Abbildungen hätten besonders Surrealisten und Dadaisten als Inspirationsquelle gedient. Parisi ist es gelungen, einige der bekanntesten Gemälde von Arcimboldo in Metz zu vereinen, unter ihnen »Der Frühling«, »Der Herbst« und »Der Bibliothekar«. Nur wenige Werke des Malers, der am Prager Hof auch als Musiker, Kostümzeichner und Ingenieur tätig war, sind erhalten geblieben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.07.2021, Seite 11, Feuilleton

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