Zum Inhalt der Seite

Moskau: Britische Chodorkowski-Stiftung unerwünscht

Foto: Foto: Claudio Onorati/ANSA/dpa
Michail Chodorkowski beim Fototermin für den Film »Citizen K« bei den 76. Internationalen Filmfestspielen in Venedig (Venedig, 31.08.2019)

Moskau. Die russische Justiz geht weiter gegen den im Exil lebenden Ex-Ölmagnaten Michail Chodorkowski vor. Dessen britische Stiftung sei als unerwünscht eingestuft worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch in Moskau mit. Damit geht faktisch ein Betätigungsverbot einher. Die Aktivitäten der 2014 gegründeten Stiftung gefährdeten die »verfassungsmäßige Ordnung und Sicherheit der Russischen Föderation«, hieß es zur Begründung. Die Stiftung unterstützt nach eigener Darstellung Bildungsprogramme in Russland. Darüber hinaus wurden weitere Organisationen als unerwünscht erklärt. Der frühere Öl-Kapitalist Chodorkowski gehört zu den finanzstarken Gegnern des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er wurde in Russland wegen Betrugs verurteilt und 2013 überraschend begnadigt. In den vergangenen Jahren wurden bereits andere Chodorkowski-Stiftungen verboten. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen am 01.07.2021, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!