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Türkei: Festnahmen nach Verbotsklage gegen HDP

Istanbul. In der Türkei sind Einsatzkräfte gegen Menschenrechtler und Mitglieder der besonders unter Kurden verankerten linken Demokratischen Partei der Völker (HDP) vorgegangen. Der Kovorsitzende der Menschenrechtsorganisation IHD, Öztürk Türkdogan, sei am Freitag festgenommen worden, bestätigte die Organisation der dpa. Die IHD sei schon oft an ihrer Arbeit gehindert worden, aber die Festnahme des Kochefs habe eine »symbolische Bedeutung«, sagte die Istanbuler Vorsitzende Gülseren Yoleri. Auch mehrere Mitglieder und ehemalige Provinzvorsitzende der HDP wurden laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu festgenommen. Laut der HDP-Abgeordneten Ayse Acar Basaran seien 36 HDP-Mitglieder in fünf Provinzen verhaftet worden. Am Mittwoch abend hatte die Staatsanwaltschaft in Ankara eine Klage zum Verbot der Oppositionspartei eingereicht. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.03.2021, Seite 1, Ausland

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