Zum Inhalt der Seite
Fußball

Keine Angst!

Berlin. In einer Kampagne des Magazins 11 Freunde haben Hunderte Akteure aus dem Profifußball homosexuellen Spielern ihre volle Unterstützung und Solidarität zugesichert. »Ihr könnt auf uns zählen«, heißt es in der Erklärung, welche die Angst vor den Folgen eines Coming-outs nehmen soll. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderen prominente Profis wie Max Kruse (1. FC Union Berlin) und Jonas Hector (1. FC Köln), die Nationalspielerinnen Almuth Schult und Alexandra Popp (VfL Wolfsburg) sowie ganze Mannschaften von Profiklubs wie Borussia Mönchengladbach.

Einen offen homosexuellen Spieler gibt es im deutschen Profifußball der Männer auch im Jahr 2021 nicht. Die Angst vor Beschimpfungen und Ausgrenzungen in der Öffentlichkeit, in der Kabine und in den Fankurven ist offenbar noch immer allgegenwärtig. Im Kampf gegen Homophobie in den Stadien haben sich in den vergangenen Jahren allerdings die Ultragruppierungen der Fanszene sehr engagiert.

Deutlich progressiver sind bereits die Frauen. Wie groß die Akzeptanz homosexueller Spielerinnen ist, zeigt sich beispielsweise beim VfL Wolfsburg: Beim Doublesieger steht mit der früheren Nationalspielerin Anna Blässe und der Schweizerin Lara Dickenmann sogar ein Ehepaar unter Vertrag. (dpa/sid/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 18.02.2021, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!