Zum Inhalt der Seite
Baden-Württemberg

Südwestmetall stellt Parteispenden ein

Stuttgart. Einer der bundesweit größten Parteispender der vergangenen Jahre dreht den Geldhahn zu: Südwestmetall, der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg, will CDU, Bündnis 90/Die Grünen, SPD und FDP nicht mehr finanzieren. »Wir haben beschlossen, dass wir keine weiteren Parteispenden mehr leisten«, sagte der neue Südwestmetall-Chef Wilfried Porth der dpa laut Bericht vom Sonntag. Ende 2019 hatte der Verband nach eigenen Angaben noch 340.000 Euro gezahlt – 140.000 Euro für die CDU und jeweils 100.000 Euro an Grüne und FDP. Die SPD erhielt da schon nichts mehr. Zum Jahresende 2020 hatte Südwestmetall dann der CDU letztmalig 100.000 Euro überwiesen, während Grüne und FDP nur noch deutlich geringere Beträge erhielten. Das hatte zu Irritationen seitens der beiden Parteien geführt, weil die Zahlungen im Wahljahr ein wichtiger Baustein zur Finanzierung ihrer teuren Wahlkämpfe sind. Nun erhalten Grüne und FDP letztmalig 70.000 Euro. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.02.2021, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!