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Hanau: Beuth räumt Notruf-»Engpass« ein

Hanau. Knapp ein Jahr nach dem rassistischen Anschlag in Hanau, neun Menschen waren ermordet worden, hat Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) einen »Engpass« beim Notruf der Hanauer Polizeistation in der Tatnacht eingeräumt. »Es ist richtig, dass die Polizeistation nur eine begrenzte Anzahl von Anrufen in dieser Nacht entgegennehmen konnte«, erklärte der Minister am Dienstag in Wiesbaden. Das gesamte Notrufaufkommen für die Polizeistation Hanau betrage täglich durchschnittlich 80 Anrufe. »Eine Weiterleitung von vielen gleichzeitig eintreffenden Notrufen war zum Zeitpunkt der Tatnacht technisch nicht möglich«, so Beuth. Zuvor hatte die Hanauer Staatsanwaltschaft nach Berichten über einen zum Zeitpunkt des Attentats mangelhaft besetzten Polizeinotruf in der Stadt ein Prüfverfahren eingeleitet. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.02.2021, Seite 4, Inland

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