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Zypern: Bootsflüchtlinge vor Küste gestoppt

Nikosia. Zyprische Einsatzkräfte haben einem Schiff mit rund 25 Geflüchteten an Bord das Anlegen verweigert. Das Boot sei aus der Türkei gestartet, berichtete das Staatsradio (RIK) am Freitag unter Berufung auf die Küstenwache. Diese hatte demnach das Schiff in der Nacht zum Freitag vor der Nordwestküste der Insel gestoppt. Die Beamten versorgten RIK zufolge die Menschen an Bord mit Trinkwasser und Treibstoff und »begleiteten« das Boot außerhalb der Hoheitsgewässer Zyperns. Die Geflüchteten stammen nach eigenen Angaben aus Syrien. Außerdem griff die Polizei am Freitag morgen im Westen der Inselhauptstadt Nikosia 19 Flüchtlinge auf, die aus dem türkisch besetzten Norden der Insel durch die Pufferzone zum Süden der Insel gekommen waren. Sie sollen in einem Lager untergebracht werden, berichtete RIK. Auch diese Menschen kommen demnach aus Syrien. Fast täglich erreichen den EU-Staat Boote mit Geflüchteten. 2019 wurden nach Polizeiangaben knapp 10.000 Flüchtlinge »aufgegriffen«, für 2020 gibt es noch keine Zahlen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.01.2021, Seite 7, Ausland

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