-
24.12.2020
- → Inland
Anschlag in Halle: Kritik von Überlebenden
Magdeburg. Überlebende des neonazistischen Anschlags in Halle haben erneut das Verhalten der Polizei nach dem Attentat kritisiert. »Sie sahen uns nicht als die Opfer, die wir waren«, sagte der Berliner Rabbi Jeremy Borovitz, ein Zeuge des Attentats, am Mittwoch im zuständigen Untersuchungsausschuss des Landtags. Die Beamten hätten die Überlebenden behandelt wie Verdächtige. Wie schon bei seiner Zeugenaussage vor Gericht und wie schon andere Überlebende des Anschlags beklagte Borovitz, dass die Polizei unsensibel vorgegangen sei, respektlos gegenüber der jüdischen Liturgie und ohne die Betroffenen angemessen über die Geschehnisse zu informieren. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!