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Anschlag in Halle: Kritik von Überlebenden

Magdeburg. Überlebende des neonazistischen Anschlags in Halle haben erneut das Verhalten der Polizei nach dem Attentat kritisiert. »Sie sahen uns nicht als die Opfer, die wir waren«, sagte der Berliner Rabbi Jeremy Borovitz, ein Zeuge des Attentats, am Mittwoch im zuständigen Untersuchungsausschuss des Landtags. Die Beamten hätten die Überlebenden behandelt wie Verdächtige. Wie schon bei seiner Zeugenaussage vor Gericht und wie schon andere Überlebende des Anschlags beklagte Borovitz, dass die Polizei unsensibel vorgegangen sei, respektlos gegenüber der jüdischen Liturgie und ohne die Betroffenen angemessen über die Geschehnisse zu informieren. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.12.2020, Seite 4, Inland

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