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Baseball

»Es gibt keinen Grund für den Namen«

Los Angeles. Die Cleveland Indians aus der ersten nordamerikanischen Baseballiga werden nach anhaltenden, von Ureinwohnern getragenen Protesten ihren Namen ablegen. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Klub am Montag (Ortszeit). »Unsere Aufgabe ist es, die Gemeinschaft zu einen«, wurde Teambesitzer Paul Dolan auf der Ligahomepage zitiert. »Es gibt eine zuverlässige Anzahl von Menschen, die sich über unseren Namen ärgern, die durch unseren Namen verletzt werden, und es gibt keinen Grund für unseren Franchise, einen Namen zu tragen, der zur Spaltung führt«, so Dolan. Die Umbenennung soll allerdings frühestens zur Saison 2022 erfolgen. Das Team führt den Beinamen seit 1915. In einem offenen Brief an die Fans erklärte Dolan, die Entscheidung sei nach einem mehrjährigen Diskussionsprozess gefallen. Aufgrund lauter werdender Kritik hatte Cleveland im vergangenen Jahr bereits sein Maskottchen »Chief Wahoo«, eine Ureinwohnerkarikatur, abgeschafft. Vor dem zweimaligen World-Series-Sieger hatte bereits das Washington Football Team öffentlichem Druck nachgegeben und seinen Namen Redskins (Rothäute) abgelegt. In der Kritik stehen derzeit noch die Chicago Blackhawks aus der Eishockeyprofiliga NHL, der Baseballklub Atlanta Braves sowie die Kansas City Chiefs aus der Footballprofiliga NFL. (sid/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.12.2020, Seite 16, Sport

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