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RKI-Bericht zu Frauengesundheit

Berlin. Das Bundesgesundheitsministerium hat am Mittwoch den ersten Frauengesundheitsbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) vorgelegt. Frauen verhalten sich demnach in vieler Hinsicht gesundheitsbewusster und ernähren sich gesünder als Männer. Letztere trieben jedoch häufiger Sport, heißt es in dem Bericht. Trotz der Wahrnehmung als eher »männliche« Krankheiten spielten Herz-Kreislauf-Beschwerden auch bei Frauen eine wesentliche Rolle. Sie sterben häufiger daran als an Brustkrebs – Frauen unterschätzten die erstgenannten Risiken allerdings oft. Auch auf die Lage von Mädchen und Frauen mit Behinderungen wird aufmerksam gemacht: Sie sind demnach deutlich häufiger von Gewalt betroffen und zwei- bis dreimal so häufig sexuellen Übergriffen ausgesetzt wie Mädchen und Frauen ohne Behinderungen.

Neben gruppenbezogenen Risiken und dem Gesundheitsverhalten von Frauen wird auch die Lage von Frauen in Gesundheitsberufen thematisiert, die hier zwar stärker als Männer vertreten, in Führungsrollen aber unterrepräsentiert sind. Auch zur Situation von Frauen in besonderen Lebenslagen wurden Daten erhoben. So sei der Frauenanteil bei pflegenden Angehörigen im Erwerbsalter höher als im Rentenalter, heißt es in der Untersuchung. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.12.2020, Seite 15, Feminismus

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