Zum Inhalt der Seite

DFB-Vize mag Begriff »Frauenfußball« nicht

Frankfurt am Main. Hannelore Ratzeburg ärgert sich als langjährige DFB-Spitzenfunktionärin bis heute über die verbale Unterscheidung zwischen Fußball und Frauenfußball. »Ich habe noch nie gehört, dass eine Fußballerin sagt, sie geht zum Frauenfußball. Sie geht zum Fußball«, erklärte die Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball beim Deutschen Fußball-Bund in einem Interview mit dem Portal DFB.de anlässlich eines kurz bevorstehenden Jahrestags: Erst am 31. Oktober vor 50 Jahren – nach 21 Jahren, in denen Gleichberechtigung im Grundgesetz verankert worden war – hatte der DFB sein Verbot für Frauenfußball aufgehoben. »Häufig war von ›Weiberfußball‹ die Rede, das war bisweilen ein Spießrutenlauf«, so die heute 69jährige. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 30.10.2020, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!