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21.10.2020
- → Antifaschismus
Ermittlungen zu rechten Brandanschlägen
Oldenburg. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg prüft einen möglichen Zusammenhang zwischen mutmaßlich extrem rechten Brandanschlägen in Niedersachsen. In zwei Fällen geht es um Angriffe auf Restaurants in Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) und Syke (Landkreis Diepholz), die jeweils von Migranten betrieben wurden.
Nach dem Brand in Ganderkesee am Mittwoch vergangener Woche seien im Gebäude »Symbole der rechten Szene« gefunden worden, namentlich ein Hakenkreuz und die Zahl 88, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Spuren am Tatort deuteten auf Brandstiftung hin. Das H ist der achte Buchstabe des Alphabets, die Zahlenkombination 88 wird von Rechten als Kürzel für das verbotene »Heil Hitler« verwendet.
In Syke – Luftlinie nur 23 Kilometer entfernt – waren nach dem Brand vom Februar Hakenkreuz-Schmierereien und der Spruch »Ausländer raus« entdeckt worden (jW berichtete). Damit gibt es auch Ähnlichkeiten zu einer Brandstiftung in Gnarrenburg im Kreis Rotenburg vom Juli. Dort war das Restaurant einer syrischen Familie ausgebrannt. Am Gebäude fand sich nach Presseberichten ebenfalls ein Hakenkreuz. Auch in diesem Fall ermittelt der für politische Delikte zuständige Staatsschutz. (dpa/jW)
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